10.03.2019

Die letzte Etappe per Bahn

Im Moment bin ich mit 161 Knoten zwischen Madrid, das wir südlich umfahren haben, und Barcelona unterwegs. Eigentlich wollte ich die ganze Strecke von Algeciras bis Zürich mit der Bahn machen. Nach meinen Fahrplanrecherchen hätte das eigentlich möglich sein sollen, aber da ich, wie bereits angetönt, diese Recherche nicht abgespeichert habe und in der kurzen Zeit, die mir vom Landgang bis zur möglichen Zugsabfahrt nirgends ein Internet zur Verfügung stand, konnte ich das nicht verifizieren.

mit 161 Knoten unterwegs ….

Ich habe also noch an Bord der CMA CGM JEAN MERMOZ übernachtet und gefrühstückt und konnte dann mit einem Transport von zwei Mannschaftsmitgliedern in die Stadt zum Bahnhof fahren. Dort gab mir der Schalterbeamte an, es gebe keine direkten Züge von Algeciras nach Barcelona – so habe ich es jeden Fall verstanden. Ich solle mit dem Bus nach Málaga von wo ich eine direkte Verbindung habe. Es hatte zwar einen Zug von Algeciras nach Granada, der um 11:45 abfahren sollte, die Zeit, ich aus meiner Recherche noch im Kopf hatte. Dann erschien auf dem Info-Bildschirm am Bahnhof eine Meldung, dass es infolge Überschwemmungen auf dem Weg nach Ronda einen Bus gebe. Das liess mich dann den Leidensweg einer Busreise auf mich nehmen, Leidensweg deswegen, weil erstens die Busse  in Spanien keineswegs südamerikanischen Standards entsprechen, d.h. nach europäischem Sparprogramm für normal gewachsene Menschen ganz einfach zu eng sind, und zweitens weil fast die ganze Reise von Algeciras bis Málaga durch eine ca. 120 km lange, grässliche Stadt mit so berühmten Namen z.B. wie Marbella oder Torremolinos führt: grässlich.

Dafür ist dann der Bahnhof Málaga wieder ein Lichtblick. Ich hatte ihn von früher ein viel düsterer Erinnerung. Das Billet bekam ich aus irgendeinem Grund billiger als normal – das wird wahrscheinlich ein Ökonom ausgerechnet haben – mir war es recht. Dafür gibt es dann ein Check-in-Verfahren fast wie am Flughafen. Dabei wurde auch mein Sackmesser eine terror-verdächtigenden Inspektion unterzogen. Ich durfte es aber behalten.

Und dann im Zug: mich trifft es immer, einfach wirklich immer und ich kann das mit Photos belegen, mit einem Sitz am Fensterpfosten. Das ist offenbar der Balken in meinem Auge.

https://www.a-bis-zet.ch/Altersausflug/2017/02/14/wieder-daheim/

Nun bin ich eben mit den maximal 161 Knoten unterwegs und werde bald in Barcelona ankommen, wo ich dank dem in der Bahnhofhalle von Málaga bestens funktionierenden freien Internet schon eine Übernachtungsmöglichkeit organisieren konnte. Keine Angst, ich werde mich schon wieder an die Festlandmasse gewöhnen. Aber lasst mich die Nachwehen meiner Seereise noch ein bisschen pflegen.

Am Bahnhof in Barcelona kann man kein direktes Billet nach Genève kaufen – es gebe keine direkten Züge! Das ist ein echter Europa-Liberalisierungs-Gewinn. Wieviel muss am einst in Europa auch grenzüberschreitend funktionierenden System Eisenbahn noch kaputt gemacht werden, damit wir dann am Schluss auch amerikanische Verhältnisse haben?

Blick aus dem TGV nach Norden: die Pyrenäen …

… und nach Süden: ein letzter Blick auf’s Meer

Nun, der TGV Barcelona—Paris Gare de Lyon verkehrte trotz dem zum Welt-Frauentag angekündigten Streik pünktlich und gut besetzt und brachte mich nach Valence TGV, von wo ich mit einem ebenso gut überfüllten TER nach Genf reiste. Dort übernahm CEO Meier das Szepter und liess den ICN wegen dem Autosalon wiederum sehr gut gefüllten ICN zunächst pünktlich verkehren, dann wegen einer «technischen Störung» mit 10 Minuten Verspätung von Solothurn über die langsame Strecke über Oensingen (ohne Halt) am Schluss mit 22 Minuten Verspätung in Zürich eintreffen. Die S-Bahnen waren natürlich weg Buy Cifran Cipro online , also warten, warten, warten.

Aber ich bin dann doch noch gut zuhause angekommen, dankbar dass in den letzten fast sechs Monaten alles gut geklappt hat (ömel fascht).

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