10.02.2019

Little Italy international

Die Truppe bei Carmine De Ieso, Adelaide: So sieht seine Lagerhalle aus, vollgestopft mit allem was mit Wein zu tun hat, mittendrin eine Tafel, an der vom Feinsten gegessen und getrunken wird.

Das ist Carmine De Ieso, …

… und das ist Jennifer, die mich hierher gebracht hat

Hier bei Carmine De Ieso habe ich zwar Italiener kennengelernt, aber eben nicht nur, deshalb «international». Als ich vor sechs Jahren hier in Adelaide war, habe ich Gary und seine Partnerin Jennifer besucht. Gary war 1980 mein Therapeut bei der Suva in Bellikon und hat wesentlich dazu beitragen, dass mein von einem Unfall ziemlich lädiertes Knie seinen Dienst nochmals 25 Jahre ziemlich gut tun konnte. 2012 hat mir Gary geschrieben, dass er ein ziemlich heftiges gesundheitliches Problem habe und ich mich deshalb beeilen soll, ihn zu besuchen. Wir haben ein paar schone Tage und Abende verbracht, z.B. Weihnachten bei 38°C. Zehn Monate später hat mich Jennifer angerufen, um mir mitzuteilen, dass Gary den Kampf gegen seine Krankheit verloren hatte.

Gary’s Wein

Was hat das mit «Little Italy international» zu tun? Gary war ein Multitalent: er war Therapeut, Schreiner, Holzschnitzer, Automechaniker – ich nehme an, die Aufzählung ist nicht vollständig – und auch Weinbauer. Zusammen mit Carmine und seiner Truppe, über die ich schon noch etwas sagen werde, hat er Wein angebaut, gepflegt und gekeltert, z.T. nach eigenen  Ideen. Und das ist der Grund, weshalb Jennifer mich zu diesen Leuten gebracht hat. Ich wurde aufs herzlichste empfangen, wurde bewirtet und irgendwie sofort in diese Familie aufgenommen. Da ist Carmines Vater, ein Koch der Spitzenklasse und da sind Freunde, alle schon etwas angejahrt, aber alle mit einem guten Bezug zum Wein, und da ist auch Carmine, der eine Lagerhalle voller Wunder gefüllt hat: Weine, einen selber produzierten Dessertwein, ähnlich wie Porto oder Sherry, Holzfässer, Weinutensilien aller Art, das Ganze ein Kunstwerk. Ich habe mich selten so spontan in einer Umgebung und mit Leuten so wohl gefühlt, wie da. Und mitten drin ein kleines Fässchen mit Gary’s Wein. Ich durfte mir ein Fläschen abfüllen und mit Etikette und Siegel bekleben. So kann ich ein bisschen von Gary mit nach Hause nehmen.

Dieser Besuch in Carmines Welt und bei seinen Freunden zählt sicher zu den Highlights meiner Reise und ich werde mit jedem Schluck von Gary’s Wein an diesen Ort denken.

Hier noch ein paar Eindrücke mehr von diesem gastlichen Ort.

Und „Wanderer, kommst Du nach Adelaide“, versäume nicht bei Carmine hineinzuschauen.

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